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Letztes UpdateDo, 20 Jul 2017 3pm

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Biogene Gärwärme heizt Wohnungen auf den Schwechater „Brauereigründen“

Für die nachhaltige Wärmeversorgung von rund 900 Wohneinheiten, die in den nächsten Jahren auf den Brauereigründen errichtet werden, haben die Brau Union Österreich und EVN ein innovatives und umweltfreundliches Konzept entwickelt: „Gemeinsam mit der Brau Union Österreich haben wir ein Konzept entwickelt, mit dem wir biogene Gärwärme aus dem Brauprozess über eine Wärmepumpe zu nachhaltiger Naturwärme für unsere Kunden machen“, beschreibt EVN Sprecher Stefan Zach das Konzept.

Biologische Abwärme
„Integrierter Umweltschutz ist eine grundlegende Firmenphilosophie. Wir arbeiten stetig daran, unsere Abläufe in der Brauerei effizienter und somit umweltschonender zu gestalten“, so Andreas Urban, Braumeister der Brauerei Schwechat. „Mit diesem einzigartigen Energieversorgungskonzept wird unsere Abwärme aus dem Brauprozess sinnvoll für Heizzwecke und Warmwasser der 900 Wohnungen in unserer unmittelbaren Nachbarschaft genutzt und so eine CO2-Einsparung erzielt. Die Abwärme, die wir hier nutzen, ist nicht klassische Abwärme aus einem industriellen Prozess, sondern Abwärme aus einem biologischen Prozess."

Teil einer weltweiten Nachhaltigkeitsstrategie
Für die Brau Union Österreich ist das Abwärmeprojekt Teil einer größeren Nachhaltigkeitsstrategie: „Als nachhaltig agierendes Unternehmen setzt die Brau Union Österreich eine Reihe von Initiativen, um ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern und auch sozial verantwortungsvoll zu agieren. Es freut uns, dass Abwärme aus dem Brauprozess sinnvoll für Heizungen und Warmwasser der Wohnungen in unserer unmittelbaren Nachbarschaft genutzt und so eine maßgebliche CO2-Einsparung erzielt werden kann“, so Gabriela Maria Straka, Leiterin der Unternehmenskommunikation & CSR in der Brau Union Österreich.

Schwechater Bürgermeisterin Karin Baier: „Ich freue mich sehr, dass so schnell Bewegung in die Sache gekommen ist. Da das neue Abwärmeprojekt sicherstellt, dass es im Betrieb weder zu Staub- und Lärmemissionen kommt und auch keine zusätzliche Verkehrsbelastung durch LKWs entsteht, sehen wir das mit unserem derzeitigen Wissenstand als gute Lösung für die Stadt.“

Stefan Zach: „Entgegen ersten Überlegungen ist für die Versorgung der Wohnungen kein Biomasseheizwerk nötig. Es wird lediglich ein Gaskessel seitens EVN installiert, der als Ausfallsreserve dafür sorgt, dass jederzeit Wärme für die Kunden vorhanden ist. Zusätzlich ist ein Kabelplus-Stützpunkt geplant, der Schwechat mit leistungsfähigem Breitband-Internet versorgen soll."

Gabriela Maria Straka ergänzt: „'Brewing a Better World' nennt sich die Nachhaltigkeits-Initiative von Heineken, der sich auch die Brau Union Österreich als Teil der internationalen Heineken-Familie verschreibt. Am Weg zu diesem Ziel werden immer wieder Vorzeigeprojekte konzeptioniert, umgesetzt und vorgestellt, die für nachhaltige Bierkultur stehen. Dafür wurde die Brau Union Österreich auch bereits mehrfach international und österreichweit ausgezeichnet. Nachzulesen sind die Aktivitäten der Brau Union Österreich im Nachhaltigkeitsbericht, auch online unter http://nachhaltigkeit.brauunion.at/."

Markus Liebl, Generaldirektor der Brau Union Österreich, meint dazu: „Wir sind uns bewusst, dass wir als größtes Brauereiunternehmen Österreichs große Verantwortung gegenüber Umwelt, Gesellschaft, Kunden, Konsumenten und Mitarbeitern tragen. Bier ist ein Naturprodukt – es besteht aus Rohstoffen, die eine intakte Umwelt voraussetzen. Daher ist uns, neben unserem Einsatz für Mitarbeiter und Gesellschaft, der Umwelt- und Klimaschutz ein großes Anliegen. Viele unserer Initiativen in diesem Bereich sind wegweisend, wie etwa unsere Grüne Brauerei Göss, wo unser Bier zu 100 Prozent nachhaltig gebraut wird, oder auch das aktuell vorgestellte Brauquartier Puntigam, ein Vorzeigeprojekt, bei dem in Graz 800 Wohnungen durch Gärwärme versorgt werden. Nun haben wir in Schwechat einen weiteren Meilenstein in unserer Nachhaltigkeitsstrategie gesetzt."

www.brauunion.at