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Letztes UpdateMo, 13 Aug 2018 12pm

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Frauen fördern. Arbeitsmarkt stärken.

Die Zahl der Frauen am Arbeitsmarkt ist stark gestiegen, trotz zunehmender Erwerbsbeteiligung sind Frauen am Arbeitsmarkt jedoch immer noch benachteiligt.

Längere Erwerbsunterbrechungen und Teilzeitphasen durch Kinderkarenz, Be-rufswahlentscheidungen für traditionelle Frauenberufe und Lohndiskriminierung sind Ursa-chen für das Auseinanderklaffen der Lohnschere zwischen Mann und Frau.

Vor diesem Hintergrund präsentierte Christine Mayrhuber (WIFO) jetzt die im Auftrag des AMS und der AK erstellte Studie „Erwerbsunterbrechungen, Teilzeitarbeit und ihre Bedeu-tung für das Frauen-Lebenseinkommen". Darin konnte sie schlüssig darstellen, wie sich die Berufswahlentscheidung, die Abfolgen von Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigungsphasen sowie Karenzzeit und Erwerbsunterbrechung auf das Einkommen von Frauen und später auf die Pension auswirken. In Tirol arbeiten überdurchschnittlich viele Frauen in Teilzeit (50,8%, 3. Quartal 2017) oder sind saisonal beschäftigt. Nur 32,6 % der Frauen sind ganzjährig und in Vollzeit beschäftigt (Gleichstellungsbericht Tirol 2016, TLR-Fachbereich Frauen und Gleich-stellung).

Das arbeitsmarktpolitische Programm des AMS Tirol zur Förderung der Chancengleich-heit von Frauen am Arbeitsmarkt setzt genau an diesen Punkten an.

• Das AMS unterstützt den Wiedereinstieg mit frühzeitiger Information von Karenzgeldbe-zieherinnen, Beratung durch ExpertInnen in allen regionalen AMS-Geschäftsstellen, durch Wiedereinstiegskurse. 2017 waren 1.622 Wiedereinsteigerinnen beim AMS vor-gemerkt, 185 haben einen Widereinstiegskurs besucht, in 732 Fällen wurde eine Kinder-betreuungsbeihilfe des AMS gewährt.

• Das FiT-Programm fördert den Zugang von Frauen in technische oder handwerkliche Berufe mit dem Ziel, ihnen den Weg in eine besser bezahlte Erwerbstätigkeit zu ebnen sowie die aktuell steigende Nachfrage nach Fachkräften entsprechend zu nutzen. 2017 befanden sich in Tirol 75 Frauen in einer FiT-Ausbildung, 16 haben ihre Ausbildung er-folgreich abgeschlossen.

• In allen Tiroler Bezirken richtete das AMS Frauenberufszentren ein, die arbeitsuchende Frauen bei der Planung ihres Berufsweges unterstützen, z.B. beim Erkennen ihrer Stär-ken und Potenziale, bei der Aus- und Weiterbildung, bei der Bewerbung und Jobsuche. 352 AMS-Kundinnen haben an diesem Angebot teilgenommen.

• Erfreulich ist auch die Entwicklung bei den AMS-Fachkursen in Tirol. 2017 haben 4.057 Frauen und 3808 Männer (Frauenanteil 51,6%) teilgenommen, davon waren 409 Frauen und 423 Männer in Lehrabschlusskursen vertreten, das entspricht einem Frauenanteil von 49,2%.

Fordern Sie bitte gern bei Ihrer zuständigen Regionalen Geschäftsstelle den Frauenfolder an, er soll Frauen einen Überblick über das AMS Angebot vermitteln und sie bei ihrer berufli-chen Entscheidung unterstützen.

www.ams.at/tirol