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Letztes UpdateMi, 16 Mai 2018 9am

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HOGAST-Powertag widmete sich dem Megatrend Mitarbeitermangel Binden ist sinnvoller als finden

Mit „Jammern gilt nicht“ gab HOGAST-Geschäftsführerin Barbara Schenk das Motto für den diesjährigen Powertag vor. Dementsprechend lieferte der  Arbeitgebermarken-Experte Wolfgang Immerschitt vor allem praxis-orientierte Strategien, Einblicke und Beispiele, um die gefährliche Situation am Arbeitsmarkt für den eigenen Betrieb zu entschärfen. Die rund 250 Teilnehmer brachten im Workshopteil eine Vielzahl an Erfahrungen und Ideen ein – ganz im Sinne des  genossenschaftlichen Grundgedankens der HOGAST, dass man gemeinsam mehr erreichen kann.

Als Kommunikationsexperte, Fachbuch-Autor und Universitätslektor hat Wolfgang Immerschitt in den letzten Jahren den Fachkräftemangel aus unterschiedlichen  Perspektiven erlebt und für seine Kunden gemildert: „Früher wurde vor allem versucht, das Recruiting immer weiter zu verbessern, mittlerweile geht der Trend dahin, das bestehende Team stärker an den eigenen Betrieb zu binden.“ Auch das koste Zeit und Geld, allerdings deutlich weniger als eine Stelle neu besetzen zu müssen – neben der Personalsuche fallen ja auch Faktoren wie die Einarbeitung oder Ausbildung ins Gewicht. Sein wichtigster Rat sei daher: „Nehmen Sie die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wahr und ernst!“ Es gehe um Menschen, die gefordert und gefördert werden wollen, auf fachlicher Ebene ebenso wie auf persönlicher.

Die Arbeitgebermarke wirkt nach innen und außen
Employer Branding, zu Deutsch der Aufbau und die Pflege einer Marke als Arbeitgeber, spreche mögliche Bewerber genauso an wie die bestehenden Mitarbeiter.  Während es intern vor allem darauf ankomme, Werte und Kultur zu vermitteln und zu leben, brauche es nach außen Klarheit, um den richtigen Kandidaten ein authentisches Bild vom Unternehmen zu vermitteln. „Haben Sie den Mut, an Ihrer Arbeitgebermarke zu arbeiten. Kein Unternehmen ist dafür zu klein, überall gibt es Botschaften zu finden, die das Besondere Ihres Unternehmens herausstreichen“, sagte Immerschitt, der in vielen Projekten erlebt hat, dass gerade kleine und  mittelgroße Unternehmen dazu neigen, ihr Licht unter den Scheffel zu stellen. Bestes Beispiel dafür seien die Karrierebereiche der Unternehmens-Websites, die viel zu oft einen vernachlässigten Eindruck erwecken, obwohl mögliche Mitarbeiter sich dort zuerst informieren.

Strategische Herangehensweise ist gefordert
Als erfolgsentscheidend erachtet es Wolfgang Immerschitt, die Arbeit an der Arbeitgebermarke professionell anzugehen, statt mit Einzelmaßnahmen nur die  schlimmsten Symptome zu bekämpfen. „Veränderung schafft Unsicherheit, zuerst gilt es daher, intern zu erklären was man vorhat und warum man das macht“, so  Immerschitt. Anschließend brauche es eine Analyse aller relevanten Kontaktpunkte von der Suche über die Eintrittsphase bis hin zu laufenden Aktivitäten im Betrieb, auch die Verabschiedung und der Kontakt zu früheren Kollegen sollten einbezogen werden. „Erst dann sieht man, wo es entsprechendes Potenzial für Verbesserung  gibt und welche Stärken man in der Außendarstellung nutzen kann“, sagte Wolfgang Immerschitt. Mit einem eigenen Handbuch für die Teilnehmer unterstrich  Wolfgang Immerschitt diesen strategischen Zugang und sein Ziel, praxistaugliche Anleitungen zu liefern.

Ideen und Ansätze, die funktionieren
Hotellerie, Gastronomie und Sozialeinrichtungen sind seit vielen Jahren mit der schwierigen Situation am Arbeitsmarkt konfrontiert, daher konnten die Teilnehmer im Workshopteil eine Vielzahl an Lösungen beisteuern. Gemeinsam wurden Best-Practice-Beispiele, Erfahrungen und Ideen aus den Betrieben gesammelt, um sie  anschließend zu präsentieren. Die Themenbereiche waren Recruiting, Kooperationen, Social Media, Eintrittszeit, Mitarbeiterentwicklung, Wohlfühlfaktoren, Benefits, Informationsaustausch, In-Verbindung-bleiben und Zukunftsvisionen. „Ich bin beeindruckt von diesen vielen wertvollen Beiträgen der Teilnehmer, in dieser Sammlung sind für jeden neue Ansätze enthalten, die man im eigenen Betrieb umsetzen kann“, sagte HOGAST-Geschäftsführerin Barbara Schenk. Für sie zeige dieser interaktive Teil, warum die Einkaufsgenossenschaft so gut funktioniert: „Ob Mitglied, Lieferpartner oder HOGAST-Mitarbeiter – alle arbeiten zusammen daran, Dinge möglich zu machen, die allein nicht möglich wären.“ Einen großen Dank sprach sie den Lieferpartnern aus, die durch ihre Unterstützung den Powertag möglich machten, allen voran dem Hygienespezialisten Hagleitner als Hauptsponsor.

www.hogast.at