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Letztes UpdateFr, 03 Jul 2020 10am

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Branchensolidarität in Kurzarbeits-Debatte: ÖHV steht voll und ganz hinter Gastronomie-Kollegen

Vorzeigegastronom nur ein Beispiel für flächendeckende berechtigte Kritik an Corona-Bürokratie.

„Die Kurzarbeit ist großartig, um Arbeitslosigkeit und ein starkes Absinken von Haushaltseinkommen zu verhindern. Sie ist eine Investition in die Mitarbeiter der Unternehmen. Das ist der Grund, warum Unternehmen diese Gelder vorstrecken. Deren rasche und unbürokratische Überweisung hat die Politik im März versprochen und in 98% der Fälle bis heute nicht eingehalten“, stellt Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung, in der aktuellen Debatte klar: „Nur eine Reaktion der Politik auf Berndt Querfelds berechtigten Vorwurf wäre akzeptabel gewesen: eine Entschuldigung für die bürokratische und langsame Abwicklung und ein Dankeschön an die Unternehmerfamilie für die pünktliche Überweisung von Löhnen und Gehältern für 350 Mitarbeiter. Denn die Arbeitgeber sind die einzigen, die bei der Kurzarbeit rasch und unbürokratisch agieren.“

Breite Kritik an Hilfsmaßnahmen, klare Positionierung der Freien Verbände
Dass der langjährige Wirtschaftskammer-Funktionär von der WKÖ null Rückendeckung erhält, ist für viele schwer nachvollziehbar: „Da stellt sich die Frage, wessen Pflichtinteressenvertretung die Wirtschaftskammer ist: die der Regierung oder die der Unternehmer“, so Gratzer. Querfelds Erfahrungen spiegeln 1:1 die von Unternehmen aus vielen Sparten und Fachgruppen wider, wie eine bundesweite branchenübergreifende Befragung der ÖHV gemeinsam mit Handelsverband, Gewerbeverein, Senat der Wirtschaft und EPU Österreich zeigt: 2/3 der Befragten bewerten die Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung als „nicht hilfreich“, „unpassend“, oder „nur hilfreich, wenn endlich Geld kommt“.

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