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Letztes UpdateFr, 23 Okt 2020 11am

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Keine Einnahmen, kein Fixkostenzuschuss 2: Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand

Österreichs Tourismusbetriebe brauchen rasche Lösung, um Fixkosten und Gehälter finanzieren zu können.

„Der von der Statistik Austria präsentierte Rückgang der Wirtschaftsleistung in Beherbergung und Gastronomie um 61,1 % kann niemanden überrascht haben. Und alle wissen, dass die Situation in der Stadt- und Kongresshotellerie noch viel, viel schlimmer war als im bundesweiten Durchschnitt und sich seither nicht verbessert hat“, drängt ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer anlässlich der heute vorgestellten Daten aus dem zweiten Quartal auf rasche Lösungen für die angeschlagenen Arbeitgeberbetriebe, bevor es ein böses Erwachen gibt.

Mit rascher Einigung zu Fixkostenzuschuss 2 Arbeits- und Ausbildungsplätze retten
Den Betrieben fehlen Einnahmen im großen Stil, die Fixkosten laufen zu einem großen Teil unvermindert weiter: „Eine rasche Einigung zwischen Bund und EU-Kommission zum Fixkostenzuschuss 2 ist jetzt überlebensnotwendig“, so Reitterer. Sonst würden nicht die Anträge auf Kurzarbeit in den kommenden Wochen und Monaten stark steigen, sondern auch Kündigungen, von denen sich ein Teil verhindern ließe: „Weil die Betriebe dann Löhne und Gehälter zahlen können. Es muss alles daran gesetzt werden, diese Herausforderung jetzt zu meistern. Es geht um viele, viele Arbeits- und Ausbildungsplätze in ganz Österreich.“

Mehr Abstimmung mit der Praxis dringend nötig
Generell sieht Reitterer Bedarf an besserer Abstimmung mit der Branche: „Damit das nicht passiert“, verweist sie auf Regelungen, die an der Realität vorbeigehen: „Das reicht davon, dass man den Fixkostenzuschuss 2 zeitlich unabhängig vom Fixkostenzuschuss 1 beantragen können muss über die Richtlinien zur Kurzarbeit und die Vorverlegung der Sperrstunde für Betriebe, die kein Cluster-Risiko darstellen, bis hin zu falschen Quarantäne-Bescheiden, die weder aufgehoben werden noch die Betriebe für den dadurch entstehenden Einnahmenausfall entschädigt.“

Registrierungspflicht bundesweit vereinheitlichen
Die nächste Herausforderung stellt die verpflichtende Gästeregistrierung dar: „Der Zettelwirtschaft-Fleckerlteppich statt einer bundesweiten elektronischen Lösung provoziert Datenschutzprobleme, Betriebe sollen für das Fehlverhalten von Gästen bestraft werden und dann kommt noch die breite Skepsis unter Wirten und Gästen dazu: Das können und müssen wir besser werden.“

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