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Letztes UpdateFr, 23 Okt 2020 11am

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ÖHV zu WIFO-Tourismusprognose: Jetzt handeln!

Angesichts des Umsatzrückgangs um 32% und herber Verluste in Herbst und Winter muss rasch gehandelt werden, um Arbeitsplätze zu retten, warnt ÖHV-Generalsekretär Gratzer.

Es ist höchste Zeit, dass die Regierung den Kampf um Arbeitsplätze zum zentralen politischen Thema macht, erklärt der Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung, Dr. Markus Gratzer: „Die Seminar-, Kongress und Stadthotellerie ist schon vor einem halben Jahr vollständig zum Erliegen gekommen und keine Besserung in Sicht.“ Im gesamten Gastgewerbe waren im Vorjahr 220.000 Mitarbeiter beschäftigt, die heute von der Arbeitslosigkeit betroffen oder akut bedroht sind: hundertmal so viele wie bei jener für 2023 angekündigten Werksschließung, auf die die Regierung sofort mit Arbeitsmarktgipfeln, Betriebsbesuchen und Österreich-Konsortien reagiert.

Akutmaßnahmen sofort umsetzen
Dabei hat der Tourismus nicht so lange Zeit: Die Branche braucht dringende Akutmaßnahmen, um über die nächsten Monate zu kommen. „Das angekündigte Hilfspaket für die Stadthotellerie muss jetzt umgesetzt werden, um Arbeitsplätze zu retten“, pocht Gratzer auf Sofortlösungen beim Fixkostenzuschuss 2 und das angekündigte Kreditmoratorium. Auch die kommenden Monate sind von Unsicherheit geprägt, das WIFO rechnet im worst case 60% weniger Nächtigungen als in der Wintersaison 2018/19. „Eigentlich sollte der Fixkostenzuschuss 2 schon längst ausgezahlt sein und der Fixkostenzuschuss 3 als zentraler Bestandteil eines maßgeschneiderten Tourismuspakets längst fixiert“, fordert Gratzer mehr Zug zum Tor.

Raus aus dem Panikmodus, hinein in effektives Krisenmanagement!
Dringend nötig seien neben der finanziellen Absicherung effektive Schritte zur Eindämmung von Corona und deren Folgeschäden wie behördlich akzeptierte Schnelltests, ein bundesweites Konzept für elektronisches Contact Tracing, die konsequente Umsetzung der Corona-Ampel und eine Kampagne, dass Skifahren, Hotelaufenthalte und Seminare unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln unbedenklich sind: „Wir müssen raus aus dem Panikmodus hinein in ein effektives Krisenmanagement samt verantwortungsvollem Umgang mit Corona. Diese Herausforderung wird uns wohl noch den gesamten Winter und darüber hinaus beschäftigen. Sonst schließen die Betriebe bei uns nicht 2023, sondern im Winter 2020/21“, sieht Gratzer den Ball bei der Bundesregierung.

Den ÖHV-Politikbrief mit konkreten Maßnahmenvorschlägen zur Bekämpfung der Corona-Folgen im Tourismus finden Sie hier.

www.oehv.at