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Letztes UpdateMo, 12 Apr 2021 1pm

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Der steirische Weinjahrgang 2020 präsentiert sich – endlich wieder spät geerntet und mit dem Prädikat sehr gut!

Der Steirische Weinjahrgang 2020 präsentiert sich pünktlich zum heutigen Verkaufsstart der DAC-Gebietsweine als qualitativ äußerst hochwertiger aromatischer Jahrgang.

Reife und gesunde Trauben konnten größtenteils unter optimalen Bedingungen von Mitte September bis weit in den Oktober hinein geerntet werden. Sortentypische Fruchtigkeit in Kombination mit Rasse sind das Ergebnis im Glas. Nach dem Motto „regional einkaufen“ finden Interessierte auf www.steiermark.wine Adressen und Online-Kaufmöglichkeiten der Weinbauern aus den DAC-Gebieten Südsteiermark, Vulkanland und Weststeiermark.

Ein sehr guter Jahrgang bei durchschnittlicher Weinmenge
In der Steiermark erbrachte die Weinernte 2020 nach den endgültigen Ergebnissen der Statistik Austria 238.500 Hektolitern mengenmäßig eine durchschnittliche Weinernte. Das wäre geringfügig weniger als im Jahr 2019 (ca. 241.000 Hektoliter). Erste Verkostungen zeigen, dass der Weinjahrgang 2020 die perfekte Fortsetzung im Reigen der äußerst typischen Weinjahrgänge ab 2017 bringen wird. Wir erwarten einen klassisch steirischen Jahrgang mit frischer Säure und moderatem Alkoholgehalt. Einfach einen typischen Steirer.

Der Witterungsverlauf im Detail. Die Ernte hat später eingesetzt als erwartet
Die Wintermonate bis März waren überdurchschnittlich mild und viel zu trocken. Schnee hat es bis zu diesem Zeitpunkt in den Weinbaugebieten praktisch keinen gegeben. Bereits Ende März hatten wir gegenüber dem langjährigen Mittelwert ein Niederschlagsdefizit von zwei Dritteln. Auch zeigte sich der Winter ohne wesentliche Kälteperioden. Beispielsweise konnten an der Wetterstation Bad Gleichenberg bis Ende April nur 87 Liter Niederschlag aufgezeichnet werden, wobei die Hälfte davon im April fiel. Die Reben wurden in der Entwicklung durch die kalten Nächte im Zeitraum Ende März bis Anfang April so weit in der Entwicklung gebremst, dass der Austrieb zur gewohnten Zeit und ohne nennenswerte Schäden erfolgte. Der kühle Mai bremste die Entwicklung in den Weingärten geringfügig, sodass erst mit Einsetzen einer wärmeren Periode Anfang Juni die Rebblüte startete. Erste Blüten konnten ab dem 5. Juni bei den Rebsorten Muskateller, Chardonnay, Zweigelt und Blauer Wildbacher beobachtet werden. Spätblühende Sorten folgten kurz danach. Zu diesem Zeitpunkt war die Vegetation gegenüber dem Vorjahr um mindestens eine Woche im Verzug.

Der Sommer gestaltete sich wechselhaft mit gemäßigten Temperaturen, allerdings gab es immer wieder ausreichend Niederschläge in Form von Gewittern. Hitzewellen wie im Vorjahr konnten nicht beobachtet werden, es blieb bei einzelnen Hitzetagen. Der August brachte stabileres sommerliches Hochdruckwetter, welches bis Mitte September anhielt.

Lese begann in der zweiten Septemberwoche. Die Weinlese konnte Mitte September bei optimalem Wetter gestartet werden und dauerte den ganzen September bis weit in den Oktober hinein an. Reife und gesunde Trauben konnten größtenteils unter optimalen Bedingungen geerntet werden. Durch den etwas verzögerten Blütebeginn und die Verschiebung der Reife in einen etwas kühleren Zeitraum können sich die Konsumenten auf sehr harmonische und ausgewogene Weine freuen, die besonders fruchtbetont ausgefallen sind. Sortentypische Fruchtigkeit in Kombination mit Rasse erwartet die Konsumenten. Erste Verkostungen zeigen bereits, dass der Weinjahrgang 2020 die perfekte Fortsetzung im Reigen der äußerst typischen Weinjahrgänge ab 2017 bringen wird.

Wie verkosten sich die ersten steirischen Weine des Jahrganges 2020:

Welschriesling:
Der Welschriesling aus dem 2020er Jahr zeigt sich mit seiner steirischen Art wieder von seiner typischen Seite. In der Farbe ist er zart hellgelb und im Geruch erinnert er an grüne Äpfel und Zitrus. Am Gaumen präsentiert sich der Welschriesling mit einer gewissen Leichtigkeit im Trinkfluss und einer würzigen Säure.

Sauvignon blanc:
Der Jahrgang 2020 ist noch zurückhaltend, fein fruchtig aber sehr vielschichtig zugleich. Eine langsame Entwicklung mit zurückgesetzter Primärfrucht im Duft verspricht eine Zunahme der Intensität bis über den Sommer hinweg. Einige Vertreter weisen die Aromatik nach grünem oder gelbem Paprika auf, meist herrschen aber reife exotische Noten vor. Diese Weine haben Fruchtausprägungen in Richtung Papaya, Mango oder Maracuja. Das Besondere am 2020er ist aber die immer würzig ausgeprägte Säurestruktur, die die Frucht stützt und intensiviert.

Weißburgunder:
Sensibel in der letzten Reifephase zeigt er sich 2020 von unterschiedlichen Seiten. Klassisch ausgebaute Varianten des Burgunders erinnern häufig an Noten von Birne mit anhaltender „Kreidigkeit“ am Gaumen geben sehr lebendige erfrischende Vertreter ab. Sehr reif geerntete Vertreter der Sorte bestechen durch dezente Frucht, dafür aber umso mehr Ausdruck und Harmonie am Gaumen, wo die Balance von Alkohol und Säure gepaart mit reifen Phenolen einen unkomplizierten und dennoch erfüllenden Trinkgenuss bereitet. Ein typischer Allrounder, der perfekt als Speisenbegleiter eingesetzt sollte.

Schilcher:
Der Schilcher des Jahrgangs 2020 präsentiert sich sehr vielfältig. Einige Vertreter weisen eine intensive fruchtige Aromatik nach roter Ribisel oder schwarzer Johannisbeere bis hin zu sehr druckvoller Himbeer- bzw. Waldbeeraromatik auf. Die Säurestruktur trägt sehr zur Lebendigkeit und Frische des Jahrganges bei. Farbenspiele mit traditionellen orangen Reflexen bis hin zu rubinroten Tönen sind der Fall.

Gelber Muskateller:
In Jahrgängen mit späterer Reife öfters als Sorgenkind gestempelt, weist der Muskateller vom Jahrgang 2020 ein sehr breites Spektrum an Aromen auf. Von intensiven Zitrusnoten, die den eher leicht zu trinkenden Vertretern zugeordnet werden können, über Holunderblüte bis hin zu sehr kräftigen, an Gewürznelken und Heublumen erinnernden Gerüchen und Geschmäckern reicht die Palette. Ein Trendsetter von Frizzante bis zum Riedenwein, der in jedem Reifegrad besticht!

Morillon/Chardonnay:
Hier zeigt sich, dass ausschließlich reif geerntete Trauben wertvolle Weine hervorbringen, die auch etwas mehr Zeit im Ausbau benötigen - Orts- und Riedenwein par excellence können erwartet werden. Der späte Lesetermin bei moderater Zuckerleistung kommt dem Morillon sehr entgegen, dadurch zeigt er würzig pikante Säure bei hoher Dichte und extraktreichem Gaumen bei mäßigen Alkoholgehalten. Die 2020er Morillons erinnern häufig an reife Äpfel, sind gehaltvoll mit exotischen Aromen nach Banane und haben bereits jetzt einen enormen Fruchtschmelz der von Woche zu Woche zulegt.

GEBIETSWEINE: die Vielfalt der Steiermark
Die DAC-Gebietsweine sind die jungen, frischen und fruchtbetonten Weine aus den drei DAC-Regionen Südsteiermark DAC, Vulkanland Steiermark DAC und Weststeiermark DAC. Sie sollen jeweils einen ersten Eindruck des gesamten Terroirs (Böden, Klima, Keller und Handwerk) der jeweiligen Region vermitteln und die jeweilige Rebsorte oder die Rebsorten einer etwaigen Cuvée in der größtmöglichen Klarheit geschmacklich abbilden.

DAC Herkunftssystem Steiermark
Das DAC Herkunftssystem Steiermark steht für „Wein mit geschützter Herkunft“ und bietet herausragende Weine mit Ursprungsgarantie. Die steirischen DAC-Gebiete Südsteiermark DAC, Vulkanland DAC und Weststeiermark DAC waren die ersten Gebiete Österreichs, in denen die Handlese der Trauben verpflichtend vorgeschrieben wurden und wo die Orts- und Riedenweine im Vordergrund stehen. Um Reife- und Entwicklungszeit zu garantieren, kommen Gebietsweine ab 1. März, Orts- und Riedenweine ab 1. Mai nach der Ernte auf den Markt. Steirische Weine werden oft in Hanglagen mit extremer Neigung geerntet. Über ein Viertel der Hanglagen weisen zwischen 40 und 70 Prozent Neigung aus, weitere 62 Prozent der Lagen haben über 26 Prozent Neigungswinkel. Das TERROIR DER STEIERMARK ist SINGULÄR: Das einmalige Zusammenspiel von Klima, Böden, Lagen und Beschaffenheit der Gegend ermöglicht es den Winzern unverwechselbare Weine mit ganz eigenem Charakter zu keltern. Weitere Infos zum Downloaden

Nach dem Motto „regional einkaufen“ finden Interessierte auf der Website alle Mitglieder und jene Weinbaubetriebe, bei denen Steirische Weine online bestellt werden können. ONLINE kaufen

www.steiermark.wine